Fünf Lieblingsleseplätze

Die Fünf am Freitag, kurz und knapp. Heute: fünf Lieblingsplätze zum Lesen.

Das Sofa

Egal ob 2‑Sitzer, 3‑Sitzer, Réca­miè­re oder Ohren­ses­sel – es geht nichts über ein beque­mes Sofa mit guter Pols­te­rung für aus­ge­dehn­te Lese­stun­den! Dabei fin­de ich es viel zu scha­de, Arm­stüt­zen und Rücken­leh­ne ledig­lich für Arme und Rücken zu ver­wen­den. Ich nut­ze sie lie­ber, um mich in mög­lichst unmög­li­chen Posi­tio­nen hin­flie­ßen zu las­sen. Haupt­sa­che, ich bin noch in der Lage, das Buch zu halten.

Das Bett

Die Stun­den der Däm­me­rung haben eine ganz eige­ne, mys­ti­sche Stim­mung. Wenn abends die Fle­der­mäu­se vor dem Fens­ter auf­tau­chen und mor­gens die ers­ten Vögel ihr Lied anstim­men, genie­ße ich es ganz beson­ders, warm ein­ge­ku­schelt im Bett noch ein paar Zei­len zu inha­lie­ren. Der Über­gang zwi­schen Traum- und Wach­zeit wird so nicht sel­ten zu einer Rei­se in die Romanwelt.

Der Zug

Apro­pos Rei­se: im Zug kann man mal so rich­tig hem­mungs­los lesen, weil man ja sowie­so nicht „sinn­vol­les“ tun kann. Mei­ne Zei­ten als Berufs­pend­le­rin waren die pro­duk­tivs­ten, wenn es um das Weg­le­sen von Bücher­sta­peln geht. Was ich dabei gelernt habe: Auf dem Weg von A nach B gibt es War­ten­de (dar­auf, dass man end­lich ankommt) und Lesen­de. Letz­te­re kön­nen Ver­spä­tun­gen nicht schrecken!

Der Küchen­tisch

Auch beim Kochen und Backen ent­ste­hen War­te­zei­ten, die von mir zum Lesen genutzt wer­den. Opti­mal ist es zwar nicht, wenn mit­ten im Absatz der Küchen­we­cker piepst, und ja, mir ist schon so man­cher Topf über­ge­lau­fen, so man­cher Kuchen krus­tig gewor­den. Aber hey, immer­hin hat man es in der Küche schön warm, es duf­tet ange­nehm und so sit­ze ich nicht sel­ten noch etwas län­ger dort, in die Lek­tü­re ver­tieft, am Küchentisch.

Die Natur

Das Lesen wird zu einem beson­de­ren Genuss, wenn alle Sin­ne ange­spro­chen wer­den. So neh­me ich es jeden­falls wahr, wenn ich mich in den ers­ten Früh­lings­ta­gen mit mei­ner Lek­tü­re her­aus­set­ze. Die Son­ne und Wär­me auf der Haut, den Wind in den Haa­ren, das Bie­nen­ge­summ im Ohr und den Blu­men­duft in der Nase – schon wir­ken auch die Sze­ne­rien in der Hand­lung ech­ter, nah­ba­rer, lebendiger.

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