German Baking

Von der Schwarzwälder Kirschtorte bis zum Maulwurfkuchen – dieses Backbuch in englischer Sprache bietet internationalen Fans der deutschen Kuchen-Vielfalt einfache Rezepte!

Ein gutes Rezept­buch erkennt man am platt­ge­drück­ten Buch­rü­cken und die bes­ten Rezep­te dar­in an den fle­cki­gen Sei­ten. In mei­ner Fami­lie ist die­ses Buch die „Dr. Oet­ker – Backen macht Freude“-Ausgabe von 1975, mit dem ange­schnit­te­nen Mar­mor­ku­chen auf dem Cover (das ganz zeit­ge­mäß in Braun/Orange gestal­tet war). Als Kind war ich sehr stolz auf mei­nen ers­ten ganz allein selbst­ge­ba­cke­nen Mar­mor­ku­chen und von da an gab es den ganz oft. Auch sehr beliebt in mei­ner Fami­lie ist bis heu­te der „Apfel­ku­chen, sehr fein“, bei dem ich nie ver­stan­den habe, war­um etwas so ein­fach her­zu­stel­len­des so einen vor­nehm klin­gen­den Namen hat. Das war auch der Favo­rit mei­ner boli­via­ni­schen Oma. Eine exo­ti­sche Lecke­rei, die beim Deutsch­land­be­such voll aus­ge­kos­tet wer­den muss­te. Boli­vi­en hat kuli­na­risch viel zu bie­ten, aber Kuchen gehört nicht dazu. Daher war das auch das ein­zi­ge Kuchen­re­zept, das mei­ne Oma beherrsch­te, nach­dem mei­ne Mut­ter es ihr über­setzt hatte.

Womit wir beim The­ma wären: Da drau­ßen, in der nicht­deutsch­spre­chen­den Welt­be­völ­ke­rung, gibt es eine gro­ße Begeis­te­rung für die deut­sche Back­kul­tur. Die Nach­fra­ge nach ein­fach zu ver­ste­hen­den Rezep­ten hat Dr. Oet­ker schon vor län­ge­rer Zeit erkannt. Seit 1987 gibt es die eng­li­sche Über­set­zung von „Backen macht Freu­de“, damals unter dem Titel „Ger­man Bak­ing Today“. So wie die deut­sche Aus­ga­be immer wie­der über­ar­bei­tet und neu auf­ge­legt wird, so natür­lich auch die eng­li­sche Aus­ga­be. Die kürz­lich erschie­ne­ne neu­es­te Aus­ga­be von (mitt­ler­wei­le nur noch schlicht) „Ger­man Bak­ing“ ent­hält über 150 Rezep­te; zu mei­ner gro­ßen Freu­de auch Marb­le Cake und Fan­cy Apple Cake. Zu fin­den sind wei­te­re belieb­te Klas­si­ker wie Black Forest Gâteau, Almond-Coa­ted Yeast Cake und Danu­be Waves Cake. Na, wer weiß, wel­che deut­schen Kuchen damit gemeint sind? Kein Pro­blem, denn die deut­schen Bezeich­nun­gen ste­hen bei den Rezep­ten immer dabei. Zu fin­den sind in die­ser Aus­ga­be auch moder­ne­re Rezep­te wie Cho­co­la­te Cheesecak (Rus­si­sche Zupf­tor­te) und Mole Cake (Maul­wurf­ku­chen). Sehr gefreut habe ich mich zudem über eine ein­fa­che Anlei­tung für das Backen von Pret­zels, denn gute Bre­zeln ver­mis­se ich tat­säch­lich sehr, seit ich in Nord­deutsch­land lebe.

Für die inter­na­tio­na­le Leser­schaft ver­mit­telt die Rezep­te-Aus­wahl ein ganz gutes Bild vom hei­mi­schen Backen in Deutsch­land. Wie in Dr.-Oetker-Rezepten üblich, wer­den die ein­zel­nen Schrit­te über­sicht­lich erklärt. Anga­ben fin­det man in Gramm und Oun­ce sowie Cel­si­us, Fah­ren­heit und Gas­ofen-Ein­stel­lun­gen. Damit ist die­ses Back­buch ein tol­les Mit­bring­sel und Gast­ge­schenk aus Deutschland.


Buchcover "German Baking" von Dr. Oetker

Ger­man Bak­ing
Dr. Oet­ker – ein Ver­lag der Edel Ver­lags­grup­pe, 2026
ISBN 9783767019539

Die­ses Buch wur­de mir als kos­ten­lo­ses Rezen­si­ons­exem­plar über Love­ly­Books zur Ver­fü­gung gestellt.

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